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Unsere Ziele, unsere Ideen

Das Bildungszentrum Mortzfeld in Lübeck (BZM) ist eine seit über 50 Jahren bestehende private, staatlich anerkannte berufsbildende Schule mit derzeit ca. 275 Schülerinnen und Schülern, unter deren Dach sich folgende Schularten bzw. Abschlussziele vereinen:

  • Berufsfachschule Wirtschaft (zweijährig, Abschlussziel Mittlerer Bildungsabschluss)
  • Berufsfachschule für kaufmännische Assistenten (Fachrichtungen Fremdsprachen und Informationsverarbeitung, zweijährig, Erwerb der Fachhochschulreife und abgeschlossene Berufsausbildung zum kaufmännischen Assistenten)
  • Berufliches Gymnasium (dreijährig, Abschlussziel Abitur)
  • Fachoberschule Wirtschaft (einjährig, Abschlussziel Fachhochschulreife)
  • Berufsoberschule Wirtschaft (einjährige Oberstufe, Abschlussziel Abitur oder fachgebundene Hochschulreife)
  • Fachschule für Betriebswirtschaft (zweijährig, Abschlussziel staatlich geprüfter Betriebswirt, Fachrichtung Absatzwirtschaft/Marketing, Fachhochschulreife)
  • Berufsgrundbildungsjahr (BGJ, Abschlussziel Erster allgemeinbildender Abschluss).

In vielerlei Hinsicht sind wir eine berufsbildende Schule wie andere auch, verbunden mit der staatlichen Anerkennung ist eine weit gehende Gleichstellung mit staatlichen Schulen, insbesondere was Unterrichtsinhalte und –niveau, die Abschlussprüfungen und das eigene Prüfungsrecht betrifft.

Wir wollen und dürfen es nicht „leichter“ machen als an anderen Schulen, versuchen aber durch eine Reihe von Maßnahmen, unsere Schülerinnen und Schüler, von der Schulaufnahme über die Gestaltung des Unterrichts und der Prüfungen bis zur Begleitung beim Übergang in den anschließenden Ausbildungsabschnitt, individuell in besonderer Weise zu fördern und zu betreuen.

Bei dieser Arbeit sind uns folgende Leitsätze besonders wichtig:

1. Bildungsziele

  • Wir fördern das Recht junger Menschen auf eine ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechende Erziehung und Bildung ohne Rücksicht auf Herkunft oder wirtschaftliche Lage.
  • Wir orientieren uns an den Anforderungen einer sich ständig wandelnden Berufswelt und übernehmen Verantwortung in beruflichen Bildungsgängen.
  • Wir entwickeln durch eine praxisbezogene, handlungsorientierte Ausbildung die Bereitschaft und die Fähigkeit für lebenslanges Lernen in einer sich ständig verändernden Wirtschaft und Gesellschaft.
  • Wir vermitteln berufsbezogene Fachkompetenz, die sich mit individuellen Fähigkeiten humaner und sozialer Art verbinden.
  • Wir unterstützen die bewusste Entwicklung eigener Werte, Selbstreflexion, Urteilsfähigkeit und toleranten und demokratischen Umgang.
  • Wir fördern Fähigkeiten, insbesondere Team-, Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit, die einen kooperativen Umgang mit Mitschülern, Kollegen, Lehrern und Freunden fördern. Wir wollen Teamspieler statt Einzelkämpfer.
  • Wir entwickeln die Fähigkeit und die Bereitschaft, bei der individuellen Lebensgestaltung und im öffentlichen Leben verantwortlich zu handeln.

Dabei sind bedeutsam:

  • die Gewährleistung der Menschenrechte
  • die Anerkennung und Würdigung demokratischer Prinzipien
  • das friedliche Zusammenleben von Menschen, Völkern und Kulturen in gegenseitiger Achtung unter Wahrung kultureller Identitäten
  • die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen

2. Methoden

  • Wir bemühen uns um einen Unterricht, der beim Schüler Neugier weckt, ihn zu Kreativität anspornt sowie Eigeninitiative und Selbstverantwortung fördert.
  • Durch unterschiedliche Formen der Binnendifferenzierung wird fachliches und soziales Lernen gefördert.
  • Die Verbindung von neuen und traditionellen Medien fördert das problemorientierte und kooperative Lernen.
  • Der Unterricht wird vom Lehrer gelenkt, aber die Förderung von Eigenaktivität der jungen Erwachsenen bei der Gestaltung des Lernprozesses nimmt einen wachsenden Raum ein.
  • Die Schüler lernen, selbstbestimmt ihren Lernweg zu gestalten, Lernerfolge zu erzielen und Lernprozesse und –ergebnisse selbständig und kritisch einzuschätzen.
  • Arbeitstechniken, die Eigenverantwortung und Selbstständigkeit der Schüler fördern und fordern, zeichnen den Unterricht aus.
  • Eine von Kooperation und gegenseitigem Verständnis geprägte Lernatmosphäre am BZM, in der die Lehrer Vertrauen in die Leistungsfähigkeit ihrer Schüler haben, befähigt zur Problemlösung und unterstützt das soziale Lernen.

3. Schulausstattung und materielle Voraussetzungen

  • Eine effektive und professionelle Arbeit unserer Schule ist nur möglich auf der Grundlage einer angemessenen materiellen und finanziellen Ausstattung.
  • Wir arbeiten unter vergleichsweise schwierigen und von uns – was die Zuschüsse durch das Land betrifft – als zu gering und ungerecht empfundenen finanziellen Bedingungen, die vor allem durch besonderen persönlichen Einsatz nur zum Teil auszugleichen sind. Deshalb machen wir uns dem Land gegenüber für eine angemessene und gerechte finanzielle Ausstattung stark.
  • Trotz dieser schwierigen Bedingungen verbessern wir ständig die Ausstattung unserer Schule.

4. Organisation und Zusammenarbeit:

  • Mit dem Ziel einer bestmöglichen Vorbereitung auf eine anschließende Berufsausbildung oder Berufstätigkeit vermitteln wir unseren Schülerinnen und Schülern auch in Zusammenarbeit mit externen Ansprechpartnern Einblicke in die betriebliche Arbeitswelt. Dies gelingt dann am besten, wenn die Kolleginnen und Kollegen über eigene Erfahrungen aus der außerschulischen betrieblichen Realität verfügen.
  • Schülerinnen und Schüler, die nach ihrem Schulabschluss studieren wollen, bereiten wir durch interne und externe Informationen auf diesen anschließenden Ausbildungsabschnitt vor.
  • Wir begleiten unsere Schülerinnen und Schüler beim Übergang in den anschließenden Ausbildungsabschnitt durch Information und Beratung.
  • Wir betreiben aktive Elternarbeit, denn eine kontinuierliche und partnerschaftliche Kommunikation von Lehrern, Schülern und Eltern ist der beste Garant für schulischen Erfolg.
  • In Problemsituationen, die unsere eigenen Möglichkeiten übersteigen, arbeiten wir mit professionellen Helfern (Beratungsstellen, Psychologen, Ärzten) zusammen.
  • Wir streben eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Organisationen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer an.
  • Um unsere Schule mit ihrem spezifischen Angebot in der Öffentlichkeit angemessen zu präsentieren, betreiben wir kontinuierliche Medienarbeit.
  • Wir streben in allen Bereichen eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit anderen (berufsbildenden) Schulen an.
  • Ebenfalls unverzichtbar ist eine vertrauensvolle, konstruktive Kooperation mit der Schulaufsicht. Wir setzen die schulrechtlichen Bestimmungen um und machen zugleich unsere spezifischen Interessen geltend.
  • Was für die externe Zusammenarbeit gilt, ist auch innerhalb der Schule unverzichtbar: Eine offene, kontinuierliche und strukturierte Kommunikation aller Beschäftigten miteinander auf der Basis klarer Zuständigkeiten und gegenseitigen Respekts.

5. Qualifikation und Fortbildung:

Studien der letzten Jahre haben eindeutig belegt, dass Jugendlichen der Zusammenhang zwischen persönlicher Bildung und Zukunftschancen durchaus bewusst ist und ihr Wertesystem insgesamt eine positive und stabile Ausrichtung aufweist – Davon sind auch wir überzeugt und leben dies vor.

  • Eine der Stärken unserer Schule beruht auf der Vielfalt der Qualifikationen und der Berufsbiographien unserer Lehrkräfte. Im Zusammenwirken von Lehrerinnen und Lehrern mit herkömmlicher Ausbildung, von Kolleginnen und Kollegen aus Beruf und Wirtschaft mit pädagogischer Zusatzausbildung von Mitarbeitern mit sozialpädagogischer Qualifikation lässt sich unsere Bildungsarbeit erfolgreich, effizient und realitätsnah umsetzen.
  • Ständige Fort- und Weiterbildung, sowohl schulintern (in Form von sog. SCHILFtagen) als auch in Zusammenarbeit mit externen Einrichtungen wie dem Fort- und Ausbildungsinstitut des Landes (IQSH) sehen wir als unumgänglich für den Erfolg unserer Arbeit an. Die Schule unterstützt die Fortbildungsaktivitäten der Kolleginnen und Kollegen.

6. Schulkultur – Werte und Verhaltensnormen

  • Wir sehen es in besonderer Weise als unser Ziel an, unsere Schülerinnen und Schüler individuell zu beraten, zu begleiten und zu fördern. Dafür ist die überschaubare Größe unserer Schule eine wichtige Voraussetzung.
  • Alle Angehörigen der Schule begegnen einander in gegenseitigem Respekt und unterstützen einander. Ein freundliches Miteinander ist unverzichtbarer Bestandteil unserer gemeinsamen Arbeit.
  • Wir akzeptieren und respektieren kulturelle und ethnische Individualität, bekennen uns zugleich zu unserem gesellschaftlichen und kulturellen Integrationsauftrag auf der Grundlage eines europäischen ethischen Wertesystems.
  • Wir streben eine zunehmende Internationalität des Ausbildungsprogramms an, insbesondere durch Auslandspraktika, internationale Kooperation und neue, auch fächerübergreifende Themenschwerpunkte und fördern den Bildungsaufstieg von jungen Menschen mit Migrationshintergrund.